Evangeliche Kantorei St. Ingbert

Die Evangelische Kantorei
St. Ingbert

mit rund 50 Sängerinnen und Sängern feiert 2016 ihr 150jähriges Jubiläum als Ev. Kirchenchor in St. Ingbert.
Sie singt in den Gottesdiensten der Martin-Luther-Kirche und der Christuskirche.
Darüber hinaus gestaltet sie
im Rahmen der Konzertreihe
des Fördervereins für Kirchenmusik
jährlich zwei bis drei große
Werke der Kirchenmusik wie
Passionen, Oratorien, Messen.

alte Schrift St. Ingbert

So kündigte der St. Ingberter Anzeiger am
7. November 1881 die Gründung des protestantischen Kirchenchores an.
Dass die Presse zuweilen auch irren kann, stellte sich nun anlässlich der Vorbereitung auf das Jubiläum 125 Evangelische Kantorei im Jahr 2006 heraus. Manchmal ist man doch schon älter als man denkt. Das ist nicht nur menschlich, sondern das gilt auch zuweilen für Vereine und deren Gründungsjahr. Beim Stöbern in den Archiven fand sich schon im Bericht der protestantischen Pfarrei St. Ingbert über das Kirchenjahr 1866 ein Hinweis auf die frühere Existenz des Kirchenchores. Der damalige Pfarrer Ernst Krieger schrieb darin wörtlich:

Schreibstift

"Ein Zeichen regen kirchlichen Sinnes ist die Bildung eines Kirchenchores aus jungen Männern und Burschen in St. Ingbert."
Über die Gründe dieser "Doppelgründung" kann man heute nur Vermutungen anstellen. Nach der Erstgründung ( nur mit Männern ) gab es wohl Ende der 1870-er Jahre neue Impulse für das Chorleben. Immer mehr Kirchenchöre wurden gegründet, die sich Ende 1880 zum Landesverband der evangelischen Gesangsvereine zusammenschlossen. Dieser Bewegung ist wohl die Neugründung zu verdanken, zu der dann auch weibliche Kräfte zugelassen waren, wie der St. Ingberter Anzeiger berichtet.
Über viele Jahrzehnte widmete sich der Chor dem Gesang im Gottesdienst, bis einige Jahre nach dem Krieg erste Konzerte außerhalb des Gottesdienstes aufgeführt wurden. Es war das Verdienst des damaligen langjährigen (1934 - 1973) Chorleiters Heinz Haag, die Sängerinnen und Sänger behutsam an die Aufführung größerer Werke der Kirchenmusik heranzuführen
1971 - also 105 Jahre nach Gründung des Kirchenchores - entstand sein heutiger Name: "Evangelische Kantorei St. Ingbert".
Ab 1974 lag die Chorleitung in den Händen von Helmut Haag. Nun trat die Kantorei regelmäßig mit anspruchsvollen Werken auf wie Messen von Mozart, Beethoven und Bruckner, Requien von Brahms und Mozart oder Bachs Weihnachtsoratorium und seine Johannespassion.

Gemeinde

Die Evangelische Kantorei 2007

Seit 1999 leitete Thomas Huck die Evangelische Kantorei. Als erstes großes Werk unter seiner Leitung erklang am 16. April 2000 mit großem Erfolg Johann Sebastian Bachs Johannespassion in der Martin-Luther-Kirche.
Große Werke der Kirchenmusik folgten bis zum heutigen Tag: aus dem Barock u.a. die Bachwerke "Magnificat" und alle sechs Teile des Weihnachtsoratoriums sowie Händels "Messias".
Aus den Epochen der Klassik und Romantik bis hin zu Kompositionen des 20. Jahrhunderts ragen die Aufführungen von Mozarts Requiem, der "Elias" und der "Lobgesang" von Felix Mendelssohn Bartholdy, die "Messe Solennelle" von Vierne und zuletzt das Requiem von Duruflé heraus.

Am 4. November 2007 wurden zwölf der insgesamt 26 "Psalmen Davids" von Heinrich Schütz mit großem Erfolg aufgeführt.
Der besondere Reiz lag in der von Schütz vorgegebenen Aufführungspraxis: geteilte Chöre und Instrumentalgruppen
von verschiedenen Plätzen in der Kirche sorgten für eine authentische Wiedergabe.

Die Evangelische Kantorei sang am 9. November 2008 die Bachkantaten "Ich hatte viel Bekümmernis" und "Wer nur den lieben Gott lässt walten"; hinzu kam ein musikalisches Highlight aus Bachs unerschöpflichen Instrumentalwerken, das 5. Brandenburgische Konzert.

Die Leitung des Konzertes hatte erstmal wieder Helmut Haag, der ab September 2008 die Evangelischen Kantorei wieder übernommen hat. Lang anhaltender Applaus war der Dank des Publikums für dieses Konzert. 

2009 standen drei Chorkonzerte für die Kantorei auf dem Programm: Ein Passionskonzert am 29. März mit Werken von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Fortners geistlicher Abendmusik ´Herr bleibe bei uns´; ein Festkonzert zum Jubiläum 150 Jahre Martin-Luther-Kirche mit der Aufführung des Oratoriums ´Die Schöpfung´von Josef Haydn am 13. September und am 3. Advent ein Weihnachtskonzert fürs Herz mit bekannten deutschen Weihnachtsliedern und jubelnden Chören aus dem Messias und dem Weihnachtsoratorium.

2010 begann mit einem Konzert des Collegium Instrumentale Saarbrücken: Haydns "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze", eine der innigsten und ungewöhnlichsten Passionsmusiken überhaupt. Nach einem Sommerkonzert mit heiteren Kompositionen Johann Sebastian Bachs, stellte sich der LandesJugendchor Saar mit geistlicher Chormusik.
Im Weihnachtskonzert mit der Evangelischen Kantorei erklang erstmals in St. Ingbert die Weihnachtsgeschichte in der wunderbaren Vertonung des Brahms-Freundes Heinrich von Herzogenberg, die neben zahlreichen Ausführenden auch die Zuhörer durch Mitsingen der Choräle in das musikalische Geschehen mit eingebunden hat.

 

 

 

2009 standen drei Chorkonzerte für die Kantorei auf dem Programm: Ein Passionskonzert am 29. März mit Werken von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Fortners geistlicher Abendmusik ´Herr bleibe bei uns´; ein Festkonzert zum Jubiläum 150 Jahre Martin-Luther-Kirche mit der Aufführung des Oratoriums ´Die Schöpfung´von Josef Haydn am 13. September und am 3. Advent ein Weihnachtskonzert fürs Herz mit bekannten deutschen Weihnachtsliedern und jubelnden Chören aus dem Messias und dem Weihnachtsoratorium.

2010 begann mit einem Konzert des Collegium Instrumentale Saarbrücken: Haydns "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze", eine der innigsten und ungewöhnlichsten Passionsmusiken überhaupt. Nach einem Sommerkonzert mit heiteren Kompositionen Johann Sebastian Bachs, stellte sich der LandesJugendchor Saar mit geistlicher Chormusik.
Im Weihnachtskonzert mit der Evangelischen Kantorei erklang erstmals in St. Ingbert die Weihnachtsgeschichte in der wunderbaren Vertonung des Brahms-Freundes Heinrich von Herzogenberg, die neben zahlreichen Ausführenden auch die Zuhörer durch Mitsingen der Choräle in das musikalische Geschehen mit eingebunden hat.

Die Konzertreihe 2011 eröffnete die Evangelische Kantorei St. Ingbert mit Haydns ‚Stabat mater’. Nach dem Auftritt des LandesJugendchores Saar im vergangenen Jahr gastierte die Evangelische Jugendkantorei der Pfalz und im schon obligatorischen Instrumentalkonzert erklang eine Sommerserenade mit dem Collegium Instrumentale Saarbrücken.

Den Höhepunkt bildete ein gemeinsames Chorkonzert der Evangelischen Kantorei und des Chores der Hildegardkirche mit der Wiederaufführung der ‚Großen Messe in D’ von Ethel Smyth.

Zu Beginn der Konzertreihe 2012 erlebten die Besucher eine Wiederaufführung Haydns Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze, diesmal jedoch ergänzt durch ergreifende Passions-Meditationen der Christusworte, 2003 komponiert von Rupert G. Frieberger.
Unter dem Titel ...Und Abends spät die Liebe weht... wurden die Hauptthemen der Romantik - Liebe, Sehnsucht und Natur - in vielfältiger Weise besungen, auch in Volksliedern, die die Zuhörer zum Mitsingen einluden.
Nach einer längeren Pause war der GospelChor Saarbrücken wieder zu Gast mit der Aufführung von Godspell, einem Musical nach den Worten des Matthäus-Evangeliums von Stephen Schwarz.
Abschluss und Höhepunkt der diesjährigen Konzertreihe bildete Mozarts dramatisches Requiem D-moll. Sein letztes Werk, die Totenmesse, erklang in der traditionellen Süßmayrschen Fassung, zusammen mit seiner einige Monate zuvor vollendeten berühmten Motette Ave verum corpus.

Die Konzertreihe 2013 wurde am Karfreitag mit einem der ergreifendsten Werke der Passionsmusik, der Johannespassion von J.S. Bach eröffnet. Helmut Haag gelang es wiederum, die Evangelische Kantorei zu einer begeisternden Wiedergabe voller Intensität und Ausdrucksstärke zu führen. Es war zugleich ein bewegender Abschied für Dirigent und Sängerinnen und Sänger, denn damit beendete Helmut Haag seine überaus erfolgreiche Arbeit mit der Kantorei nach insgesamt nahezu dreißig Jahren.

Evangelische Kantorei 2013

Die Evangelische Kantorei 2013 bei der Aufführung der Johannespassion

Nun wird ein neues Kapitel in der fast 150-jährigen Geschichte der Evangelischen Kantorei aufgeschlagen. Im April hat mit Carina Brunk eine junge aufstrebende Dirigentin die Nachfolge angetreten. Unter ihrer Leitung wird der Chor erstmals bei der NachtMusik der Kirchen am Pfingstsonntag in der Christuskirche und in der Martin-Luther-Kirche auftreten.

MACHET DIE TORE WEIT war der Titel des letzten Konzertes in der diesjährigen Reihe am 2. Advent, 8. Dezember. In diesem Weihnachtskonzert mit festlichen Kantaten u.a. von Telemann und Buxtehude, stellte sich Carina Brunk erstmals als neue Leiterin der Evangelischen Kantorei unserem Konzertpublikum vor. "Mit professioneller Souveränität hat Carina Brunk ihre Feuertaufe als Leiterin der Evangelischen Kantorei in St. Ingbert Am Wochenende lies sie das Publikum in der Martin-Luther-Kirche erahnen, dass sie das künstlerisch anspruchsvolle Niveau des fast 150 Jahre alten Chores sichern wird." In allen drei dargebotenen Kantaten fanden die Sängerinnen und Sänger der Evangelischen Kantorei zu einem vorzüglich ausbalancierten, prachtvoll-strahlenden Barock-Chorklang!

Zwei große, recht kontrastreiche  Chorkonzerte der Evangelischen Kantorei stehen im Mittelpunkt der Konzertreihe 2014.
Der lichtdurchflutete Raum der Christuskirche bildet den Rahmen für ein romantisches weltliches Konzert am 25 Mai mit berühmten Werken von Johannes Brahms ( Liebeslieder-Walzer), Franz Schubert (An die Sonne und Der Hirt auf dem Felsen)  sowie von Josef Rheinberger (Waldblumen).
Im Weihnachtskonzert am 2. Advent - Abschluss und Höhepunkt der Konzertreihe 2014 - wird mit Corellis verzauberndem Weihnachtskonzert mit der berühmten Pastorale am Ende der Komposition mit ihrem wiegenden ‚Siziliano-Rhythmus’ schon zu Beginn des Abends im besonderen Maß weihnachtliche Stimmung verbreitet. Als chorischer Schwerpunkt ist das in Deutschland lange wenig beachtete Weihnachtsoratorium von Camille Saint Saens zu hören, das Weihnachten 1858 uraufgeführt wurde. Ein Chorsatz von Gabriel Fauré und ein beeindruckendes Werk des norwegischen Komponisten Ola Gjielo (* 1978) für achtstimmigen Chor und Solo-Cello runden das festliche Weihnachtsprogramm ab.

Drei abwechslungsreiche Instrumental-Konzerte rundeten die Konzertreihe 2014 ab.